Bildschirmarbeit
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Diese Betriebsvereinbarung ist grundsätzlich durch eine Einigungsstelle erzwingbar. Maßnahmen des Arbeitgebers, die ihm Rahmen der Gesetze dem Gesundheitsschutz dienen, unterliegen nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG der zwingenden Mitbestimmung. Die Arbeitsplatzanalyse von Bildschirmarbeitsplätzen, bestimmte Mindestausstattungen und Standards sind nach dem ArbSchG und der BildscharbV vorgeschrieben. Also sind diese Maßnahmen auch Gegenstand der Mitbestimmung, die hier durch eine Betriebs- vereinbarung ausgeübt wird.

Einzelne Punkte der Betriebsvereinbarung werden sich aber ggf. vor der Einigungsstelle nicht durchsetzen lassen. In der Kommentierung weisen wir darauf jeweils hin.

In der hier vorgeschlagenen Muster-Betriebsvereinbarung wird angeregt, eine Arbeits- gruppe zu bilden, die Standards und Mindestanforderungen bestimmt, die Arbeitsplatz- analysen durchführt und dafür sorgt, dass die Standards und Anforderungen eingehalten werden. Die Einrichtung solch einer Arbeitsgruppe ist nicht erzwingbar, die Art und Wei- se, wie Arbeitsplatzanalysen durchgeführt werden, sehr wohl, denn dabei handelt es sich um eine nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG mitbestimmungspflichtige Maßnahme des Arbeit- gebers zum Gesundheitsschutz. Weil zwar gesetzlich vorgeschrieben ist, dass solche Analysen durchgeführt werden müssen, jedoch nicht vorgeschrieben ist, wie sie im einzelnen durchzuführen sind, hat die Betriebsrat hier eine Mitbestimmungspflicht.

Technische Angaben, etwa die Mindestanforderungen, sollten in einer Anlage geregelt werden. Das hat den Vorteil, dass man die Anlage gelegentlich auf Aktualität überprüfen und neu verhandeln kann, ohne gleich die ganze Betriebsvereinbarung kündigen zu müs- sen.

Unsere Kunden können diese und viele andere Muster-Betriebsvereinbarungen auf der Seite “Downloads” auch als Datei im PDF-Format herunterladen.

Muster-Betriebsvereinbarung “Ergonomie am Arbeitsplatz”

Zur Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes und der Bildschirmarbeitsverordnung wird zwischen der [Firma] und dem Betriebsrat der [Firma] folgendes vereinbart.

[Geschäftsleitung/Vorstand etc.] und Betriebsrat der [Firma] sind sich darüber einig, daß Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer im Sinne wirtschaftlich vernünftigen Handelns eine hervorragende Rolle spielen. Insofern sind auch Mehraufwendungen für Einrichtungen, die über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinausgehen, wirtschaft- lich vernünftig, wenn dadurch erreicht wird, daß die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit der Arbeitnehmer erhalten bleibt oder erhöht wird.

Allgemeines

Die [Firma] verpflichtet sich, das Arbeistschutzgesetz, die Bildschirmarbeitsverordnung sowie alle anderen gesetzlichen Vorschrifen, Vorschrichten der Berufsgenossenschaften und Normen uneingeschränkt einzuhalten.

Kommentar: Dieser Passus hat den Vorteil, dass dem Betriebsrat damit die Möglichkeit gegeben wird, bei Vertößen des Arbeitgebers gegen die hier genannten Vorschriften gem § 23 Abs. 3 BetrVG ein Beschlussverfahren gegen den Arbeitgeber einzuleiten.

Normalerweise hat der Betriebsrat nur eine Aufsichtspflicht hinsichtlich der hier genannten und anderen Schutzvorschriften, die zu Gunsten der Arbeitnehmer gelten (§ 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG). Daraus ergibt sich aber nicht, dass der Betriebsrat die Einhaltung der Schutzvorschriften auch erzwingen kann.

Wenn jedoch Bestandteil einer Betriebsvereinbarung ist, die Schutzvorschriften einzuhalten, dann bedeutet das, dass ein Verstoß gegen die Schutzvorschrift auch ein Verstoß gegen die Betriebsvereinbarung ist. Damit verstößt der Arbeitgeber gegen das BetrVG (§ 77 Abs. 4 BetrVG), und das eröffnet dem Betriebsrat die Möglichkeit, gem § 23 Abs. 3 BetrVG beim Arbeitsgericht ein Beschlussverfahren zu beantragen, um dem Arbeitgeber diesen Verstoß zu verbieten.

Dieser Absatz ist aber leider nicht erzwingbar, denn der Arbeitgeber ist ohnehin verpflichtet, die einschlägigen Vorschriften einzuhalten, insofern unterliegt dies nicht der Mitbestimmungspflicht.

Sollte eine gesetzliche oder durch Norm, Verordnung oder andere Vorschrift (z. B. Unfall- verhütungsvorschriften etc.) getroffene Regelung jetzt oder in Zukunft über die hier ver- einbarten Maßnahmen hinausgehen, so gilt die weitergehende Regelung ungeachtet die- ser Betriebsvereinbarung.

Die [Firma] verpflichtet sich, alle gesicherten Erkenntnisse der Medizin, Arbeitswissen- schaft und Ergonomie und alle technischen Möglichkeiten zu berücksichtigen und anzu- wenden.

Dies gilt auch, wenn sie noch nicht in Normen, Verordnungen oder anderen Vorschriften festgehalten wurden, um die Arbeitsplätze so sicher und gesundheitsschonend zu ge- stalten, wie das nach Art des Betriebes und des jeweiligen Arbeitsplatzes möglich ist.

Kommentar: Das ist die Anwendung des § 4 Abs. 3 ArbSchG. Weil das Gesetz ist, unterliegt es nicht der Mitbestimmung. Insofern ist dieser Absatz leider nicht erzwingbar.

In welchem Umfang Maßnahmen anzuwenden und umzusetzen sind, wird jeweils zwi- schen der [Firma] und dem Betriebsrat vereinbart. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird so verfahren, wie dies unter dem Punkt “Einigung bei Maßnahmen und späteren Änderungen” geregelt ist.

Bildschirmgeräte

Ein Bildschirmgerät im Sinne dieser Betriebsvereinbarung ist jedes System, das

  • über einen Bildschirm zur Darstellung alphanumerischer Zeichen oder grafischer Informationen verfügt, ungeachtet der Art, wie diese Zeichen erzeugt werden und
  • eine Einflußnahme des Benutzers auf den Bildschirminhalt erlaubt (Interaktion).

Kommentar: Vereinfachte Definition dessen, was schon in § 2 Abs. 1 BildscharbV steht. Begriffsbestimmungen sind nicht erzwingbar, weil sie Gegenstand des Gesetzes sind. Es ist aber ein Service für den Leser, die Begriffe zu definieren, weil er die einschlägigen Gesetze und Vorschriften wahrscheinlich nicht kennt.

Bildschirmarbeitsplätze

Ein Bildschirmarbeitsplatz ist ein regulärer, regelmäßig benutzter Arbeitsplatz, der mit einem Bildschirmgerät ausgestattet ist. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Umfang das Bildschirmgerät benutzt wird.

Kommentar: s. Kommentar zu “Bildschirmgeräte”.

Bildschirmarbeitnehmer

Ein Bildschirmarbeitnehmer ist ein Arbeitnehmer, der für die Ausübung seiner normalen Tätigkeit ein Bildschirmgerät benutzt.

Kommentar: s. Kommentar zu “Bildschirmgeräte”. Die Definition hier ist sehr viel einfacher und geht womöglich auch weiter. Damit vermeidet man sehr häufig auftretende Streitigkeiten darüber, wer nun eigentlich “Bildschirmarbeit- nehmer” ist. Leider ist dieser Satz nicht erzwingbar, weil die Definition bereits Gesetz ist.

Arbeitsaufgaben

Um die Belastung des Bildschirmarbeitnehmers möglichst gering zu halten, ist es not- wendig, optimale Arbeitsbedingungen herzustellen. Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Die Arbeitsaufgaben müssen so beschaffen sein, daß die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer gewährleistet ist.
  • Die Arbeitsaufgaben müssen frei von technisch oder organisatorisch bedingten [vermeidbaren] Behinderungen sein.
  • Die Arbeitsaufgaben müssen einen möglichst großen Entscheidungsspielraum beinhalten.
  • Es müssen Möglichkeiten zur Entwicklung von Fertigkeiten und Fähigkeiten der Arbeitnehmer im Rahmen der Aufgabenstellung vorgesehen sein.
  • Die Arbeitsaufgaben müssen die Möglichkeit arbeitsbezogener Kommunikation und unmittelbarer zwischenmenschlicher Kontakte beinhalten.

In welcher Form diese Anforderungen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, wird zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat vereinbart, wobei die Interessen und Bedürfnisse der jeweils Betroffenen berücksichtigt werden müssen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird so verfahren, wie dies unter dem Punkt “Einigung bei Maßnahmen und späteren Änderungen” geregelt ist.

Pausen

Für Bildschirmarbeitnehmer sind für die Dauer der reinen Bildschirmarbeit angemessene, bezahlte Kurzpausen von [5/10] Minuten pro Stunde zu ermöglichen. Diese Pausen wer- den nicht auf die sonstigen Pausenzeiten angerechnet. Sie dürfen nicht zusammen- gefasst werden.

Kommentar: Die Dauer und Art der Pausen ist Sache der Mitbestimmung. Dass Pausen zu ermöglichen sind, ist gesetzlich vorgeschrieben. Wie lange sie dau- ern, nicht, also nach § 87 Abs.1 Nr. 7 BetrVG Gegenstand der zwingenden Mit- bestimmung. Fünf Minuten sollen unter normalen Umständen ausreichen.

Alternativ kann durch die Beschaffenheit der Arbeitsvorgänge (“Mischarbeit”) sicherge- stellt werden, daß der Bildschirmarbeitnehmer nicht länger als 30 Minuten pro Stunde mit dem Bildschirmgerät arbeitet.

Kommentar: Dabei gilt: Wenn der Arbeitnehmer bei seiner Tätigkeit gelegentlich nicht auf den Bildschirm schaut, heißt das noch nicht, dass er nicht mit dem Bildschirmgerät arbeitet. In einem Call-Center z. B. ist die Wartezeit zwischen zwei Calls also nicht etwa als Tätigkeit ohne Bildschirm zu werten. Erforderlich ist hier, dass wirklich 30 Minuten lang eine Tätigkeit ausgeübt wird, die nichts mit dem Bildschirm zu tun hat.

Augenärztliche Untersuchungen

Jeder Bildschirmarbeitnehmer hat Anspruch auf augenärztliche Untersuchungen nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen “Bildschirm-Arbeitsplätze” (G37) durch einen fachqualifizierten Arzt:

  • Bei Beginn der Tätigkeit am Bildschirmarbeitsplatz,
  • danach im Abstand von 3 Jahren, bei Beschäftigten unter 40 Jahren im Abstand von 5 Jahren
  • jederzeit, sofern Beschwerden festgestellt werden, die sich auf die Tätigkeit am Bildschirmarbeitsplatz zurückführen lassen können.

Kommentar: Das unterliegt der zwingenden Mitbestimmung. Nicht mitbestim- mungspflichtig ist, dass der Arbeitgeber Augenuntersuchungen anzubieten hat, denn das steht in der Bildschirmarbeitsverordnung. Dort steht aber nicht, wie sie stattfinden, wer sie vornimmt und in welcher Häufigkeit sie wiederholt werden. Weil es sich hier um eine Maßnahme zum Gesundheitsschutz handelt, unterliegen diese Regelungen gem. § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG der zwingenden Mitbestimmung.

Wenn die Untersuchung ergibt, daß der Bildschirmarbeitnehmer für die Arbeit am Bild- schirmarbeitsplatz eine Sehhilfe benötigt, hat der Arbeitgeber sicherzustellen, daß dem Bildschirmarbeitnehmer eine geeignete Sehhilfe zur Verfügung gestellt wird, und ihm hierfür keine Kosten entstehen. Ggf. wird zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat eine Einzelfallregelung vereinbart.

Beteiligung des Bildschirmarbeitnehmers

Der Arbeitgeber muß alle Bildschirmarbeitnehmer bei Beginn der Beschäftigung am Bild- schirmarbeitplatz und bei Veränderungen in ihren Arbeitsbereichen über alle ihre Sicher- heit und Gesundheit am Arbeitsplatz betreffenden Fragen, insbesondere die für die Arbeitsplätze getroffenen Maßnahmen unterrichten.

Die Bildschirmarbeitnehmer sind hinsichtlich der Handhabung, Einstellung und Benutzung der Geräte und Einrichtungen so zu unterweisen, daß es ihnen möglich ist, die Einrich- tungen so zu benutzen, daß von ihnen eine möglichst geringe Gefahr und Belastung ausgeht.

Jedem Bildschirmarbeitnehmer ist ein Ergonomie-Handbuch auszuhändigen, in dem die wichtigsten Regeln der Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz enthalten sind.

Arbeitsplatzanalysen

Alle Bildschirmarbeitsplätze müssen

  • nach Abschluß dieser Betriebsvereinbarung,
  • bei der Inbetriebnahme und
  • bei wesentlichen Änderungen

einer Analyse unterzogen werden. Diese Analyse dient dazu, die Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen der Arbeitsplätze zu beurteilen und zweckdienliche Maßnahmen zu ermitteln, um festgestellte Mängel zu beseitigen.

Kommentar: Das entspricht § 4 Abs. 2 BildscharbV, ist insofern hier nicht notwendig, kann aber auch nichts schaden.

Arbeitsgruppe

Die Arbeitsplatzanalyse wird von einer Arbeitsgruppe vorbereitet und durchgeführt. Die- ser Arbeitsgruppe obliegt auch die Überwachung der Maßnahmen, die zur Beseitigung von Mängeln beschlossen wurden.

Die Arbeitsgruppe besteht aus jeweils zwei Personen, die vom Arbeitgeber und vom Be- triebsrat benannt werden, dem Datenschutzbeauftragten, einem Betriebsarzt und einer Sicherheitsfachkraft. Die Arbeitsgruppe kann mit einfacher Mehrheit beschließen, Sach- verständige hinzuzuziehen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe werden, soweit es für die Aufgabenerfüllung in der Arbeitsgruppe notwendig ist, von ihren anderen Tätigkeiten freigestellt. Der Arbeitgeber trägt alle Kosten, die durch die Tätigkeit der Arbeitsgruppe entstehen.

Kommentar: Die Einrichtung einer Arbeitsgruppe ist im Gesetz nicht vorgesehen und auch nicht erzwingbar. Sie kann jedoch ein sehr geeignetes Instrument sein, um die Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes und der Bildschirm- arbeitsverordnung umzusetzen. Da auch der Arbeitgeber davon profitiert, wenn dieses Thema grundsätzlich und umfassend geregelt ist, sollte er eigentlich selbst ein Interesse an der Einrichtung einer solchen Arbeitsgruppe haben.

Wenn der Arbeitgeber sich auf gar keinen Fall auf die Einrichtung einer Arbeits- gruppe einlassen will, dann ändern das nichts am weiteren Verfahren - nur, dass es eben keine förmliche Arbeitsgruppe gibt. Der Betriebsrat muss in jedem Fall an der Organisation und Durchführung der Arbeitsplatzanalysen beteiligt werden.

Beschlüsse der Arbeitsgruppe werden mit einfacher Mehrheit gefaßt.

Aufgaben und Rechte der Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, alle Bildschirmarbeitsplätze zu analysieren und ggf. die Beseitigung von Mängeln zu initiieren und zu überwachen. Dafür werden ihr von der Geschäftsleitung die benötigten Kompetenzen eingeräumt.

Anforderungsprofile

Die Arbeitsgruppe bildet für jeden Bildschirmarbeitsplatz ein Anforderungsprofil, das auf der Grundlage der in Anlage 1 benannten Mindestanforderungen, der Gesetze, Norm- gebung, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, des Standes der Technik und der Erkenntnisse aus Arbeitswissenschaft und Medizin die Anforderungen für den Bildschirmarbeitsplatz festlegt.

Für vergleichbare Tätigkeiten an vergleichbaren Arbeitsplätzen können gemeinsame Ka- tegorien von Anforderungsprofilen festgelegt werden. Jeder Bildschirmarbeitsplatz muß einer Kategorie zugeordnet werden.

Kommentar: Das ist die sinngemäße anwendung des § 5 Abs. 2 ArbSchG.

Die Arbeitsgruppe entwickelt und verabschieden mit einfacher Mehrheit für jeden Bild- schirmarbeitsplatz bzw. jede Kategorie von Bildschirmarbeitsplätzen einen Fragebogen und eine Checkliste, in denen die Anforderungen festgehalten werden.

Die Fragebögen und Checklisten untersuchen alle Aspekte des Bildschirmarbeitsplatzes, also die Qualität der Geräte, der Arbeitsumgebung, des Arbeitsplatzes, der eingesetzten Software und die Tätigkeit selbst.

Auswahl der Arbeitsplätze

Nach der Festlegung der Anforderungsprofile werden von der Arbeitsgruppe stichproben- artig Arbeitsplätze ausgewählt, die daraufhin überprüft werden, ob sie den Anforde- rungsprofilen genügen. Es müssen mindestens [5/10/15] % aller Bildschirmarbeitsplätze untersucht werden.

Wenn verschiedene Kategorien von Anforderungsprofilen festgelegt wurden und bei einem Arbeitsplatz einer Kategorie Mängel festgestellt werden, werden alle Arbeitsplätze dieser Kategorie untersucht.

Kommentar: Das ist deshalb sinnvoll, weil man davon ausgehen muss, dass, wenn an einem Platz einer Kategorie Mängel bestehen, entsprechende Mängel auch bei allen anderen Arbeitsplätzen dieser Kategorie entstehen können.

Analyse, Beurteilung und Bewertung

Die Fragebögen und Checklisten werden von Mitgliedern der Arbeitsgruppe oder beauf- tragten Personen unter Mitwirkung der Arbeitnehmer, die am jeweils untersuchten Arbeitsplatz üblicherweise arbeiten, ausgefüllt. Anschließend werden die Ergebnisse der Fragebögen und Checklisten nach einem vorher festgelegten Schlüssel bewertet. Das Ergebnis jeder Analyse besteht darin, daß auf einer Skala von 0 bis 100 % eingestuft werden kann, inwieweit der Arbeitsplatz die optimalen Bedingungen erfüllt.

Maßnahmenkatalog

Wenn ein Arbeitsplatz weniger als 95 % der optimalen Bedingungen erreicht hat, ent- wickelt die Arbeitsgruppe für diesen Arbeitsplatz und ggf. für alle anderen Arbeitsplätze dieser Kategorie einen Katalog von Maßnahmen, um die Mängel abzustellen.

Nach Durchführung der Maßnahmen wird eine erneute Arbeitsplatzanalyse durchgeführt.

Die Geschäftsleitung verpflichtet sich, Maßnahmen, die die Arbeitsgruppe beschließt, durchzuführen. Im Falle der Nichteinigung über die Notwendigkeit oder die Durchführung von Maßnahmen wird verfahren, wie dies unter dem Punkt “Einigung bei Maßnahmen und späteren Änderungen” geregelt ist.

Kommentar: Das wird schwer durchzusetzen sein, weil es Geld kostet. In jedem Fall aber muss der Arbeitgeber festgestellte Mängel beseitigen.

Rechte der Arbeitnehmer

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, bei der Arbeitsgruppe zu beantragen, seinen Arbeits- platz zu analysieren. Die Arbeitsgruppe entscheidet mit einfacher Mehrheit, ob dem stattgegeben und der Arbeitsplatz analysiert wird.

Es wird ein betriebliches Vorschlagswesen errichtet, in dem die Arbeitnehmer Verbesse- rungsvorschläge für die Gestaltung der Arbeitsplätze machen können. Hierüber wird eine gesonderte Betriebsvereinbarung abgeschlossen.

Einigung bei Maßnahmen und späteren Änderungen

In Nichteinigungsfall bei nach Abschluß der Betriebsvereinbarung zu beschließenden Maßnahmen und Regelungen, bei erwünschten Änderungen der Anlagen oder bei Strei- tigkeiten über die Anwendung oder Auslegung dieser Betriebsvereinbarung kann die [Firma] oder der Betriebsrat die Einigungsstelle anrufen. Diese Betriebsvereinbarung bleibt des ungeachtet grundsätzlich in Kraft. Unberührt hiervon bleiben Änderungen aufgrund gesetzlicher oder tarifvertraglicher Regelungen.

Kommentar: Dieser Punkt ist deshalb wichtig, weil der Betriebsrat damit ein hervorragendes Druckmittel zur Durchsetzung seiner Rechte aus dieser Be- triebsvereinbarung hat. Normalerweise kann der Betriebsrat bei Verstößen des Arbeitgebers gegen eine Betriebsvereinbarung ein Beschlussverfahren vor dem Arbeitsgericht beantragen (§ 23 Abs. 3 BetrVG).

Eine Einigungsstelle kommt aber normalerweise viel schneller zu einem Be- schluss als das Arbeitsgericht – und nicht zuletzt ist eine Einigungsstelle viel teurer. Also wird der Arbeitgeber es sich zweimal überlegen, ob er riskiert, gegen diese Betriebsvereinbarung zu verstoßen.

Leider ist dieser Passus nicht erzwingbar.

Schlußbestimmungen

Geltungsdauer, Kündigungsfrist etc.

Wenn diese Betriebsvereinbarung gekündigt wurde, gilt sie so lange weiter, bis eine neue Betriebsvereinbarung abgeschlossen wird, die die hier geregelten Sachverhalte neu regelt. Dies gilt auch für den Fall, daß der Gesetzgeber die Bestimmungen zur Mitbestim- mung ändert.

Kommentar: Der erste Satz ist nicht nötig - ist ohnehin Gesetz (§ 77 Abs. 6 BetrVG). Der zweite Satz wird sich kaum durchsetzen lassen - aber man braucht ja auch Verhandlungsmasse. Und im übrigen ist kaum damit zu rechnen, dass der Gesetzgeber in absehbarer Zeit die Bestimmungen zur Mitbestimmung ändert - das wird sich keine Bundesregierung trauen.

Sollte eine der in dieser Betriebsvereinbarung enthaltenen Regelungen rechtlich unwirk- sam sein, so tritt an ihre Stelle eine gesetzliche Regelung, die ggf. in dem Sinne inter- pretiert werden muß, wie es die Regelung in dieser Betriebsvereinbarung vorsieht. Sollte eine in dieser Betriebsvereinbarung enthaltene Regelung nicht eindeutig auszulegen sein, so muß sie so ausgelegt werden, daß ein maximaler Schutz der Beschäftigten gewähr- leistet ist.

Anlage 1 - Technische Anforderungen an die eingesetzte Hard- und Software sowie andere Einrichtungen

Die technischen Merkmale der Geräte und Arbeitsplätze sind nicht gesetzlich konkretisiert. Weil die Gestaltung der Arbeitsplätze, Auswahl von Einrichtungs- gegenständen und technischer Einrichtung sowie auch der Software auch Maßnahmen sind, die dem Gesundheitsschutz dienen, hat der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG hier ein Mitbestimmunsgrecht.

Bildschirme

Es werden nur Bildschirme eingesetzt, die der DIN-EN 9241-3 entsprechen. Folgende Mindestanforderungen müssen alle eingesetzten Bildschirme erfüllen:

  • Die Bildschirmgröße beträgt in der Diagonalen mindestens 17 Zoll (43 cm), wenn es sich um einen Kathodenstrahlbildschirm (CRT) und
  • 15 Zoll (38 cm), wenn es sich um einen TFT-Bildschirm handelt. Bei Neuanschaffungen werden nur noch TFT-Bildschirme beschafft.
  • Je nach Arbeitseinsatz werden folgende weiteren Mindestgrößen eingehalten:
  • Für den überwiegenden Einsatz im Bereich technischer Zeichnungen (CAD), Grafik und Druckvorbereitung (DTP) [ggf. weitere Einsatzgebiete]: [19/20/21] Zoll ([48/50/53] cm)
  • Die Größe korreliert mit der Auflösung nach folgendem Muster:
  • Bei 17 Zoll Diagonaler (CRT): 800 mal 600, oder 1.024 mal 768 Punkte,
  • bei 15 Zoll Diagonaler (TFT): 1.025 mal 768 Punkte,
  • bei mehr als 17 Zoll Diagonaler (CRT): mindestens 1.024 mal 768 Punkte.
  • Es werden grundsätzlich nur Farbbildschirme eingesetzt.
  • Die Farbtiefe beträgt bei Farbbildschirmen nicht unter 65.536 Farben.
  • Der Bildschirm ist entspiegelt. Bildschirmfilter und vergleichbare Behelfsmaßnahmen sind nicht zulässig.
  • Die Bildwiederholfrequenz liegt bei CRT-Bildschirmen zwischen 85 und 100 Hz. Der Arbeitnehmer kann die Wiederholfrequenz, die Auflösung und die Farbtiefe nicht selbst verstellen.
  • Das Bild ist frei von Verzerrungen und Konvergenzen.
  • Die Schrifthöhe beträgt zwischen 3 und 4 mm, die Zeichen sind gut erkennbar, Verwechslungen sind ausgeschlossen.
  • Der Bildschirm kann gedreht und geneigt werden.
  • Die Einstellungen (Helligkeit, Kontrast etc.) können von der Frontseite her vorgenommen werden.
  • Der Bildschirm erfüllt die Norm DIN-EN-ISO 9241-3 und den Standard TCO99.
  • Der Bildschirm erfüllt die Anforderungen des Power Management.
  • Schwangere Frauen und krebsvorgeschädigte Personen sowie ggf. Personen aus anderen Risikogruppen erhalten grundsätzlich einen strahlungsfreien TFT-Bildschirm.

Tastaturen

Es werden nur Tastaturen eingesetzt, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Sie müssen folgende Ansprüche erfüllen:

  • Die Tastatur ist frei beweglich.
  • Vor der Tastatur ist eine Handauflage von 5 bis 10 cm vorhanden.
  • Die Tastatur verschiebt sich bei korrekter Benutzung nicht.
  • Die Tastatur ist an der zum Körper hin zeigenden Seite nicht höher als 2 cm, im Bereich der mittleren Buchstaben nicht höher als 3 cm.
  • Die Neigung liegt nicht über 15°
  • Die Tasten sind frei von Reflexen und die Beschriftung ist dunkel auf hellem Hintergrund.
  • Tasten für besondere Funktionen sind durch Anordnung, Form und Farbe leicht zu unterscheiden.
  • Es sind getrennte Tastenblöcke für die Zifferneingabe und die Cursorsteuerung vorhanden
  • Alternativ zur Standardtastatur kann auf Wunsch des jeweiligen Benutzers auch eine Tastatur eingesetzt werden, bei der der Haupttastenblock geteilt und die beiden Blöcke in einem Winkel von 15-25° V-förmig zueinander angeordnet sind. Bei dieser Art von Tastatur muß die zum Körper hingewandte Seite in der Höhe verstellbar sein und die Handballenauflage mindestens 10 cm betragen.

Maus, Drucker, Gehäuse etc.

Hinsichtlich der anderen Geräte sind folgende Forderungen zu erfüllen:

  • Eine ggf. eingesetzte Maus muß entsprechend der Anatomie der Hand des Benutzers geformt sein.
  • Die Größe der Maus muß dem Benutzer ein ermüdungsfreies Arbeiten ermöglichen.
  • Das Kabel zwischen Maus und Gerät ist lang genug, um die Bewegungen nicht zu beeinflussen.
  • Die Maus muß sich auch von einem Linkshänder gut bedienen lassen.
  • Ein ggf. eingesetzter Drucker überschreitet die Lautstärke von 55 dB(A) nie und im Dauerbetrieb nicht die Lautstärke von 50 dB(A). Ist der Drucker zu laut, muß er durch eine Schallschluckhaube gedämpft werden.
  • Der Drucker löst keine Vibrationen auf dem Arbeitstisch aus.
  • Der Drucker emittiert kein Ozon. Andernfalls befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Drucker ein Luftabzug.
  • Der Drucker läßt sich von vorne und oben bedienen.
  • Tonerkartuschen können ausgetauscht werden, ohne daß Toner freigesetzt wird.
  • Alle Geräte sind so konstruiert, daß sie keine übermäßige Wärme abstrahlen und keine Stoffe emittieren.

Software

Alle Programme, die eingesetzt werden, müssen den Regeln ergonomisch einwandfreier Software, wie sie auch in DIN-EN 9241-10 beschrieben werden, gehorchen. Das bedeutet im Einzelnen:

Aufgabenangemessenheit: Die Software

  • ist unkompliziert zu bedienen,
  • bietet alle Funktionen, um die anfallenden Aufgaben effizient zu bewältigen,
  • bietet gute Möglichkeiten, häufig sich wiederholende Bearbeitungsvorgänge zu automatisieren,
  • erfordert keine überflüssigen Eingaben,
  • ist gut auf die Anforderungen der Arbeit zugeschnitten.

Selbstbeschreibungsfähigkeit: Die Software

  • bietet einen guten Überblick über das Funktionsangebot,
  • verwendet gut verständliche Begriffe, Bezeichnungen, Abkürzungen und Symbole,
  • liefert in zureichendem Maße Informationen darüber, welche Eingaben zulässig oder notwendig sind,
  • bietet auf Verlangen situationsspezifische Erklärungen, die konkret weiterhelfen,
  • bietet von sich aus situationsspezifische Erklärungen an, die konkret weiterhelfen.

Steuerbarkeit: Die Software

  • bietet die Möglichkeit, die Arbeit an jedem Punkt zu unterbrechen und dort später ohne Verluste weiterzuarbeiten,
  • erzwingt keine unnötig starre Einhaltung von Bearbeitungsschritten,
  • ermöglicht einen leichten Wechsel zwischen einzelnen Menüs oder Masken,
  • ist so gestaltet, daß der Benutzer beeinflussen kann, wie und welche Informationen am Bildschirm dargeboten werden,
  • erzwingt keine unnötigen Unterbrechungen der Arbeit.

Erwartungskonformität: Die Software

  • erleichtert die Orientierung durch eine einheitliche Gestaltung,
  • läßt den Benutzer nicht im Unklaren darüber, ob eine Eingabe erfolgreich war oder nicht,
  • informiert in ausreichendem Maße, was sie gerade tut,
  • reagiert mit gut vorhersehbaren Bearbeitungszeiten,
  • läßt sich durchgehend nach einem einheitlichen Prinzip bedienen.

Fehlerrobustheit: Die Software

  • ist so gestaltet, daß kleine Fehler keine schwerwiegenden Folgen haben können,
  • informiert über fehlerhafte Eingaben,
  • liefert gut verständliche Fehlermeldungen,
  • erfordert bei Fehlern einen geringen Korrekturaufwand,
  • gibt konkrete Hinweise zur Fehlerbegegnung.

Individualisierbarkeit: Die Software

  • läßt sich vom Benutzer leicht erweitern, wenn für ihn neue Arbeitsaufgaben entstehen,
  • läßt sich vom Benutzer gut an seine persönliche Art der Arbeitserledigung anpassen,
  • eignet sich für Anfänger und Experten gleichermaßen, weil der Benutzer sie seinem Kenntnisstand anpassen kann,
  • läßt sich - im Rahmen ihres Leistungsumfangs - vom Benutzer gut für unterschiedliche Aufgaben passend einrichten,
  • ist so gestaltet, daß der Benutzer die Bildschirmdarstellung gut an seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann.

Lernförderlichkeit: Die Software

  • erfordert angemessen wenig Zeit zum Erlernen,
  • ermutigt, auch einmal bislang unbekannte Funktionen auszuprobieren,
  • erfordert nicht, daß man sich viele Details merken muß,
  • ist so gestaltet, daß sich einmal gelerntes gut einprägt,
  • erleichtert durch geeignete On-Line-Hilfe die Vertiefung von bereits gelerntem.

Datenschutz:

  • Die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes, insbesonders § 9 BDSG, werden berücksichtigt.
  • Es wird eine Betriebsvereinbarung über die Handhabung personenbezogener Daten getroffen, die alles weitere regelt.

Arbeitsplatz

Der Bildschirmarbeitsplatz muß so ausgestaltet werden, daß nach dem neuesten Stand der Erkenntnis optimale Bedingungen für den Arbeitnehmer gewährleistet sind. Im Einzelnen bedeutet dies:

  • Der Tisch trägt das Prüfsiegel “TÜV Rheinland - Ergonomie geprüft”.
  • Die Höhe der Arbeitsfläche beträgt 72 cm, wenn der Tisch nicht höhenverstellbar ist und 68 bis 76 cm, wenn der Tisch höhenverstellbar ist.
  • Die Tischbreite beträgt mindestens 160 cm.
  • Die Tischtiefe beträgt mindestens 80 cm, ist jedoch mindestens so bemessen, daß der Bildschirm nicht über die Rückseite des Schreibtisches ragt, wenn ein Sehabstand von 60 cm zum Bildschirm eingehalten wird.
  • Der Stuhl trägt das Prüfsiegel “TÜV Rheinland - Ergonomie geprüft”.
  • Der Stuhl erlaubt dynamisches Sitzen, paßt sich also den Bewegungen, insbesondere hinsichtlich der Bewegungen der Rückenlehne und des Winkels zwischen Sitzfläche und Rückenlehne, an.
  • Wenn ein Arbeitnehmer dies wünscht, wird ihm eine geeignete Fußstütze zur Verfügung gestellt.
  • Wenn ein Arbeitnehmer dies wünscht, wird ihm ein geeigneter Vorlagenhalter zur Verfügung gestellt.

Arbeitsumgebung

Die Arbeitsumgebung wird so eingerichtet, daß ein störungsarmes, konzentriertes Arbeiten möglich ist. Im Einzelnen bedeutet dies:

  • Pro Arbeitsplatz stehen in Großraumbüros 12 bis 15 qm, in Büros mit bis zu vier Arbeitsplätzen 8 bis 10 qm zur Verfügung. Fluchtwege werden dabei nicht berücksichtigt.
  • Die Bewegungsfläche am Arbeitsplatz ist so bemessen, daß ausreichend Platz für wechselnde Arbeitshaltungen und bewegungen vorhanden ist (mind. 1,5 qm, an keiner Stelle weniger als 1 m tief).
  • Die Beleuchtungsstärke in der Höhe des Arbeitsplatzes beträgt 500 Lux, bei besonderen Arbeitsplätzen (z. B. CAD) und in Großraumbüros 750 Lux.
  • Die Beleuchtungsstärke ist stufenlos regelbar.
  • Es werden neutralweiße oder warmweiße Lichtfarben verwendet.
  • Störende Blendungen und Spiegelungen werden durch geeignete Anbringung der Lichtquellen und Aufstellung der Arbeitsplätze und Bildschirme vermieden.
  • Die künstliche Beleuchtung ist so beschaffen, daß durch Gleichstromlampen oder höherfrequente Lampen eine Bildung von Interferenzen mit dem Bildschirm vermieden wird.
  • Die durchschnittliche Geräuschbelastung aller Geräuschquellen während des gesamten Arbeitstages ist bezogen auf den Arbeitsplatz kleiner als 55 dB(A).
  • Die Geräuschbelastung darf zu keiner Zeit 65 dB(A) übersteigen.
  • Die Raumtemperatur beträgt 20 bis 22°C, bei sehr hohen Außentemperaturen maximal 25°C.
  • Der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 50 und 65%.
  • Zugluft von mehr als 0,15m/s wird vermieden.
  • Die Beschäftigten sind keiner direkten Wärmestrahlung oder Warmluft von Geräten ausgesetzt.

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