Andere Beispiele
[Start]

 

Seminare zu dem Thema:

E01: Der wirkungsvolle EDV-Ausschuss - Teil : Gläserne Arbeitnehmer

E02: Der wirkungsvolle EDV-Ausschuss - Teil II: Umsetzung der Mitbestimmungsrechte

Neben den auf den vorigen Seiten beschrieben technischen Einrichtungen zur Arbeitneh- merüberwachung finden sich in jedem Betrieb noch etliche weitere Systeme. Hier ist nur eine Auswahl der gängigsten Einrichtungen zu finden.

Telefonanlagen

Jede zeitgemäße Telefonanlage bietet eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen das Ver- halten der Arbeitnehmer überwacht werden kann.

Grundsätzlich werden sämtliche Verbindungsdaten zumindest für alle externen Gesprä- che gespeichert. Dazu können Angaben gehören wie z. B.

  • Benutzer, der das Gespräch geführt hat,
  • Nebenstelle, von der aus das Gespräch geführt wurde,
  • Zielnummer bei ausgehenden Anrufen,
  • Nummer des Anrufers (sofern feststellbar) bei eingehenden Anrufen,
  • Zeitpunkt des Gesprächs,
  • Dauer des Gesprächs,
  • Kosten des Gesprächs.

Der Arbeitgeber kann diese Daten nach den verschiedensten Kriterien auswerten, etwa die Summe der Gesprächsgebühren, der Anzahl der Gespräche oder der Gesprächsdauer nach Kostenstelle, nach Abteilung oder auch nach Beschäftigtem aggregieren lassen.

Selbstverständlich handelt es sich auch bei einer Telefonanlage um eine gem. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtige technische Einrichtung - dass hier alle vier Tatbestandsmerkmale erfüllt sind, bedarf keiner weiteren Erörterung.

Bei einer Betriebsvereinbarung über eine Telefonanlage gilt es, die berechtigten Inter- essen des Arbeitgebers, etwa

  • Kontrolle über die Kosten zu behalten,
  • die Kosten kostenstellengerecht zuordnen zu können und
  • Missbrauch zu verhindern

gegen die schutzwürdigen Interessen der Beschäftigten zu verteitigen. Das kann
z. B. in der Form geschehen, dass

  • Daten, die aus der Telefonanlage stammen, grundsätzlich niemals für Leistungs- oder Verhaltenskontrollen oder -beurteilungen herangezogen werden,
  • Auswertungen grundsätzlich nach Kostenstellen bzw. Abteilungen aggregiert erfol- gen und nicht nach einzelnen Beschäftigten,
  • nur in solchen Fällen, in denen eine signifikante Abweichung vom Üblichen auffällt, eine detailliertere Auswertung erfolgen darf, und das nur unter Hinzuziehung des Betriebsrats.

Zeiterfassung und Zugangskontrolle

Zeiterfassungssysteme sind heute einiges mehr als Stempeluhren. Insbesondere in Kom- bination mit Zugangskontrollsystemen und/oder anderen Systemen der Haustechnik erlauben sie sehr weitegehende Analysen des Verhaltens von Arbeitnehmern.

Da sowohl die Daten der Zeiterfassung als auch evt. vorhandener Zugangskontroll- und anderer Systeme in Datenbanken gespeichert werden, ist eine Kombination dieser Daten ohne größere Probleme möglich. Daraus können z. B. Bewegungsprofile der Be- schäftigten erstellt werden, aber in Kombination mit der Telefondatenerfassung, der Kantinenabrechnung etc. auch viel weitergehende Schlüsse auf das Verhalten der Beschäftigten gezogen werden.

Natürlich gilt auch hier eine Mitbestimmungspflicht auf Grund des § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, Ziel sollte auch hier sein, das Datenaufkommen und die möglichen Auswer- tungen auf ein Minimum zu beschränken.

Das können wir für Sie tun:

  • Wir prüfen als Sachverständige in Ihrem Auftrag, welche technischen Einrichtun- gen, die der Mitbestimmung unterliegen, in Ihrem Betrieb eingesetzt werden.
  • Wir überprüfen als Sachverständige, ob die Betriebsvereinbarungen und die ande- ren, z. B. gesetzlichen, Vorschriften in Ihrem Betrieb eingehalten werden.
  • Wir unterstützen Sie bei der Erarbeitung von Betriebsvereinbarungen, die sicherstellen, dass Sie Ihre Mitbestimmungspflichten ordnungsgemäß wahrnehmen.*
  • Wir schulen Sie und Ihre KollegInnen darin, die Funktionen der technischen Ein- richtungen zu kontrollieren.
  • * Ggf. erforderliche Rechtsberatung wird durch Rechtsanwälte erbracht, mit denen wir zusammenarbeiten.

Hier finden Sie Seminare zu dem Thema:

E01: Der wirkungsvolle EDV-Ausschuss - Teil : Gläserne Arbeitnehmer

E02: Der wirkungsvolle EDV-Ausschuss - Teil II: Umsetzung der Mitbestimmungsrechte

 

© Axel Janssen, JES Janssen EDV Schulung und Beratung GmbH, Berlin 2001-2010 - Alle Angaben, Inhalte etc. ohne Gewähr

Telefon: 030-305 24 25, Fax: 030-305 24 22


Seminare für alle Betriebsräte und Personalräte

Zum Seminarprogramm